Pflanzkübel und Pflanztröge in der Außennutzung: Abläufe oder nicht?

Selbst im Winter wenden sich Gartenfreunde an uns mit der immer wieder gleichen Frage: Soll ich Pflanzgefäße in der Außennutzung anbohren? Und wenn ja, wie viel Abläufe sind nötig?

So harmlos das Anliegen scheint, aber Abläufe sind bei Pflanztrögen und Blumenkübeln von immenser Wichtigkeit! Das hat folgenden Grund: Bei unten geschlossenen Blumenkübeln sammelt sich im Bodenbereich das Gießwasser, das von den Pflanzen nicht aufgenommen wird. Im Frühjahr und Sommer stellt dies kein Problem dar, bei warmer Witterung verdunstet auch viel.

Schwierig wird es im Winter. Dann gefriert das Bodenwasser im Pflanzkübel. Das Eis dehnt sich aus und kann zu Abplatzungen führen. Dieses Phänomen betrifft nicht nur Fiberglas Pflanztröge, sondern auch Blumenkübel aus Stein! Einigermaßen davor gefeit scheinen Pflanzkübel aus Kunststoff – eben, weil das Material flexibel und dehnbarer ist.

Pflanzkübel-Ablauf„Es ist also unbedingt ratsam, Pflanztröge und Blumenkübel anzubohren“, sagt der Eastwest-Inhaber Stephan Hack. Eine Bohrmaschine mit einem 10er-Loch-Aufsatz braucht beispielsweise für einen schwarzen Pflanzkübel 40x40x40cm nur eine Minute. Ratschläge finden sich auch auf der Webseite in der Rubrik „Pflanzentipps“. Natürlich sollte man es mit den Abläufen nicht übertreiben. Für einen Fiberglas-Pflanztrog 80cm sind maximal drei Löcher in Reihe nötig und bei den Pflanztrögen 100cm sind es bis zu fünf. Bei quadratischen Blumenkübeln können Abläufe im Dreieck angebracht werden – kein Pflanzgefäß sollte „perforiert“ werden.

 

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