Der Garten im November

Der Garten im November

Der Herbst ist eine wunderbare Jahreszeit, vor allem wenn man der Natur von Drinnen zuschauen kann. Dann kann die Seele baumeln, während draußen das Laub sich in den schönsten Herbstfarben zeigt und leuchtende Beeren an den Sträuchern erscheinen. Aber irgendwas fehlt noch? Richtig! Die Gartenarbeit im November darf jetzt nicht vergessen werden, wenn mit den ersten Sonnenstrahlen des nächsten Frühjahrs der Garten wieder erblühen soll. Aber welche Gartenarbeiten müssen im November erledigt werden?

Frühblüher und Herbst-Chrysanthemen jetzt pflanzen

Frühblüher pflanzen im HerbstSolange der Boden noch frostfrei ist, müssen Stauden, Sträucher und Zwiebeln für Frühblüher in die Erde. Krokusse, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen werden jetzt in den Boden gesetzt. Kleine Zwiebeln kommen ca. 3-5 Zentimeter tief in die Erde. Narzissen Zwiebeln müssen mindestens eine Handbreit tief in die Erde und Schneeglöckchen brauchen einen feuchten Standort. Vergessen Sie die Pflanzkörbe nicht, um die Zwiebeln vor den stets hungrigen Wühlmäusen zu schützen. Setzen Sie Tulpen in kleinen Gruppen von maximal 5 Pflanzen. Krokusse und Schneeglöckchen mögen größere Gruppen. Von dort aus vermehren sie sich leicht und breiten sich zu imposanten Blütenteppichen aus. Im Gartenmonat November können auch Chrysanthemen gepflanzt werden. Sie sind bedingt winterhart und brauchen einen feuchten, aber durchlässigen Boden. So versüßen sie Ihnen die Zeit bis zum ersten Schnee mit leuchtenden Blütenfarben. Die späte Pflanzzeit ist für immergrüne oder laubabwerfende Pflanzen wie Thuja, Rotbuche, Zypresse, Heckenmyrte und Buchs ideal. Im Herbst wachsen sie meist sehr gut an und zeigen im Frühling die ersten Triebe. Wenn Sie Blütensträucher pflanzen, beispielsweise Weigelien, Spieren oder Forsythien, dann könnten Sie sich schon im ersten Standjahr an ersten Blüten erfreuen.

Neben Frühblühern und immergrünen Pflanzen gehören in jeden Garten winterharte Stauden. Die Auswahl im Handel ist riesig, aber Sie sollten darauf achten, dass Sie so anpflanzen, dass Ihnen das Staudenbeet von April bis Oktober unterschiedlich blühfreudige Anblicke erlaubt. Geeignet sind Sonnenhut und Sonnenbraut, auch das Mädchenauge und Echter Salbei. Rittersporn, Glockenblumen und Bergenien passen genauso gut wie Anemonen, Storchschnabel, Fetthenne und Elfenblume.

Rasen und Obstbäume – Extrapflege im November

Gartenarbeit im Herbst: LaubrechenNachdem Sie sich schon der Rasenpflege im Herbst gewidmet haben, ist es jetzt wichtig, das Laub vom Rasen zu entfernen. Wird es zunehmend feucht, dann nimmt das schwere, nasse Laub dem Rasen sprichwörtlich die Luft zum Atmen. Pilzerkrankungen und Fäulnis könnten dem Rasen zusetzen und ihn schwächen. Auch Obstbäume und -Sträucher können im Spätherbst etwas Extrapflege vertragen. Der Herbstschnitt steht an und ermöglicht beste Wachstumsvoraussetzungen für die nächste Saison. Solange das Thermometer noch über Null zeigt, sollten Sie sich an die Arbeit machen. Gleichzeitig werden in einer Höhe von ca. 1,20 Metern Leimringe um die Stämme gesetzt. Sie verhindern den Besuch von Insekten, die Ihre Eier in den wertvollen Fruchtansatz legen wollen.

Sollten Sie noch keine Obstbäume im Garten haben, wie wäre es dann mit der Pflanzung von Süß- oder Sauerkirschen, Apfel oder Birnenbaum oder leckeren Pflaumen und Quitten aus heimischer Zucht? Auch Himbeeren, Brombeeren, Stachel- und Johannisbeeren lassen sich problemlos im November pflanzen. Das Pflanzen im Herbst bieten den Wurzeln noch vor Beginn der Frostperiode optimale Voraussetzungen, um gut ins Erdreich einzuwachsen. So überstehen sie Frostattacken besser und treiben im nächsten Frühjahr zuverlässig aus. Vom Obst geht es gleich weiter zum Gemüse, genauer gesagt in die abgeernteten Beete. Eine Flächenkompostierung aus geschredderten Kohl- und Tomatenstrünken gemischt mit Staudenschnitt ist dafür ideal. Darüber kommen noch Urgesteinsmehl und eine Lage aus Laub. Aber schichten Sie nicht mehr wie 1 bis 2 Zentimeter auf. Die Mikroorganismen im Boden benötigen ausreichend frische Luft, damit sie die Pflanzenteile zu wertvollem Humus verarbeiten können.

Kübelpflanzen ins Winterquartier oder mit Frostschutz ausstatten

Schon mit wenigen Handgriffen legen Sie im November den Grundstein für eine blühende Kübelpflanzen-Saison. Sorgen Sie für ausreichend Platz in Wintergarten, Garage, Treppenhaus oder Keller und holen Sie alle nicht-winterharten Kübelpflanzen rein. Dazu gehören Schmucklilien, Wandelröschen, Oleander und Zitrusfrüchte. Den Frostschutz für Kübelpflanzen nicht vergessen, wenn die winterharte Bepflanzung das ganze Jahr über draußen bleibt. Bei Pflanzkübeln auf Balkon oder Terrasse kann die Kälte vom Boden zu Kälteschäden an den Pflanzen führen. Eine Lage Styropor oder ein Vlies sind perfekt zur Vorbeugung geeignet. Ton-Kübel nicht direkt auf den Boden stellen. Überlaufendes Gießwasser gefriert und der Tontopf zerspringt. Perfekten Winterschutz können Jutesäcke oder spezielle Qualitätsvliese bieten. Sie sind lichtdurchlässig und UV-beständig, schützen aber vor anstehendem Frost. Möchten Sie Rosen im Kübel schützen, dann brauchen Sie etwas Pferde- oder Rindermist. Er wird in einer Schicht bis zur Veredlungsstelle auf die Erde aufgebracht.
Igel im Garten
Nicht vergessen möchten wir an dieser Stelle unsere stacheligen Freunde, – die Igel. Sie freuen sich jetzt über eine warme Unterkunft. Ein Reisighaufen, der mit Feldsteinen umlegt ist, wird gerne von ihnen als sicheres Winterquartier angenommen.

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Geschrieben von
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