Gartenarbeiten im Mai

Der Mai lockt nicht nur mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und der Vorfreude auf den Sommer. Im Garten muss im Wonnemonat auch einiges erledigt werden, damit man sich später an üppiger Blütenpracht und gesunder Ernte erfreuen kann.

Krokusse im Garten

Rückschnitt, Gießen und Ausgeizen – Im Mai ist viel zu tun

Die Gartenarbeit beginnt jetzt mit dem Zurückschneiden der Frühblüher. Wählen Sie dafür einen trockenen Tag aus. Die Frühjahrsblüher werden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Bei Rosen werden die Wildtriebe abgerissen. Früh blühende Polsterstauden bleiben nach dem Rückschnitt im Mai schön kompakt. Bei flachen Halbsträuchern schneiden Sie etwa ein Drittel der Trieblänge weg. Flieder mag den Rückschnitt lieber erst nach der Blüte.

Die Tage werden länger – das heißt: die Pflanzen brauchen jetzt mehr Wasser. Gleich morgens sollten Sie jetzt ausreichend gießen. Empfehlenswert ist eine automatische Bewässerungsanlage. Sie sparen Zeit und Wasser und versorgen die Pflanzen optimal. Über eine zeitliche Programmierung werden die Anlagen eingestellt. Wer es bequemer mag, verwendet eine Bewässerungsanlage mit Sensor. Sie bewässert nach Bedarf und misst mit dem Regensensor oder optional mit einem Bodenfeuchtsensor.

Wer Tomaten im Garten hat, beginnt jetzt mit dem Entfernen der unerwünschten Geiztriebe. Sie entwickeln sich andernfalls zu Konkurrenztrieben und saugen der Pflanze unnötig Kraft aus. Der Tomatenstand dadurch wird gut belüftet und Pilzkrankheiten vorgebeugt. Buschtomaten brauchen nicht ausgegeizt zu werden, da sie von Natur aus begrenzt wachsen. Beete müssen im Mail auch von Unkraut befreit und die Erde gut durchlüftet werden. Ackerschachtel kann zu einem Sud aufgegossen werden und vorbeugend gegen Blattläuse oder Mehltau verwendet werden.

Nicht jede Pflanze verträgt den Frost – Temperaturen im Blick behalten

Die Eisheiligen können jungen Pflänzchen im Mai mit Frost schaden. Mit einem Frühbeet im Garten oder auf dem Balkon kann die Saison aber trotzdem etwas früher starten. Buschtomaten, milde Peperoni und Balkonpaprika können so bereits im Mai gepflanzt werden. Vorgezogene Gurken und Melonen finden ebenfalls im Frühbeet Platz. 100% Verlass ist auf die Eisheiligen jedoch leider nie. Behalten Sie den Wetterbericht daher lieber im Auge.

Viele der hier beliebten Pflanzen stammen ursprünglich aus milderen Klimazonen, wie Südafrika, Südeuropa oder Südamerika und brauchen das ganze Jahr über Plusgrade. Daher werden sie in Kübeln kultiviert, damit sie bei kühlen Temperaturen leicht transportiert werden können. Frostempfindliche Pflanzen sollten erst ins Freie, wenn die Nachttemperaturen konstant über null Grad sind. Auch Pflanzen, die den warmen Sommer im Boden verbracht haben und nur für den Winter in einen Kübel gepflanzt wurden, dürfen dann ihr Winterdomizil verlassen. Durch dieses spezielle Verfahren sehen Oleander, Oliven, Zypressen und Co. im Sommer wie natürlich gewachsen aus. Ihre Pflege macht aber auch etwas mehr Arbeit.

Hochbeet VERDURO

Salate und Gemüse aus eigenem Anbau im Hochbeet

Ab zum Hochbeet – so oder so ähnlich könnte der Aufruf für private Gärtner im Mai lauten. Die Hochbeete erfreuen sich steigender Beliebtheit und im Mai können darin besonders gut Kopf-, Pflück- und Schnittsalate ausgesät bzw. gepflanzt werden. Pak-Choi, Feldsalat und Spinat sind zu jeder Jahreszeit im Hochbeet kultivierbar. Auch der Chicorée wird im Wonnemonat Mai ins Hochbeet gesät. Der Tausendsassa in der Küche ist richtig gesund und wie die übrigen Salate und Gemüse im Hochbeet ideal vor Nacktschnecken geschützt.

Die süßen Früchte der Kirschbäume locken Kirschfruchtfliegen an

Leider sind die wärmeren Temperaturen im Mai auch ideal für Schädlinge. Daher sollte jeder Gartenbesitzer sein Kleinod ganz besonders gut auf Schädlinge kontrollieren und diese adäquat bekämpfen. Wichtig ist auch die Vorbeugung vor den wichtigsten Schädlingen wie zum Beispiel der Kirschfruchtfliege: Süße Kirschen machen Lust auf Sommer und schmecken herrlich fruchtig. Schade nur, wenn vorher die Kirschfruchtfliege die Früchte der mittelspäten und späten Sorten mit ihren Eiern belegt. Befallene Früchte werden braun und matschig und faulen von innen heraus. Rechtzeitige Vorbeugung hilft die leckeren Früchte für den eigenen Verzehr zu sichern.

Gelbe Kirschen

Mit Gelbfallen den Schädling bekämpfen und vorbeugen

Kirschfruchtfliegen können, wie alle fliegenden Insekten, nur schlecht sehen. Signalfarben locken sie aber, weshalb man die bekannten Leimfallen verwendet. Die Gelbfallen sind mit einem Insektenleim versehen, an dem die Kirschfruchtfliegen kleben bleiben und verenden. Das unterbricht den Fortpflanzungskreislauf, denn die weit verbreiteten Schädlinge bohren sich als Puppen über den Winter in den Boden ein. Im Mai kommen sie als ausgebildete Insekten heraus und legen die Eier, es können bis zu 250 Stück pro Weibchen sein, in die gerade reif werdenden Kirschen. Bereits geschlüpfte Kirschfruchtfliegen werden mit den Gelbfallen deutlich dezimiert, können aber den Befall nicht vollständig verhindern. Pro Quadratmeter Baumhöhe, bevorzugt im südlichen Teil, sollten Sie zwei Gelbfallen zur Vorbeugung in den Kirschbaum hängen.

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